Auf den Spuren der Sturlungen

Skagafjörður im Mittelalter

Wie andere fruchtbare Regionen in Island hat auch der Skagafjörður zur Zeit der Kolonisation viele Siedler angelockt. Im Landnahmebuch (Landnámabók), dem Buch von der Besiedlung des Landes, steht geschrieben, dass die gesamte Region schon in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts besiedelt war. Archäologische Funde bestätigen, dass das Haupt- sowie die Seitentäler vom 11. bis zum 14. Jahrhundert dicht besiedelt waren. Zum Teil sind die Namen dieser ehemaligen Höfe in Vergessenheit geraten, doch andere werden in historischen Quellen erwähnt und sind erhalten geblieben.

Auf der beiliegenden Karte sind die Höfe und andere Ortsnamen im Skagafjörður verzeichnet, die aus schriftlichen Überlieferungen aus der Zeit vor 1400 bekannt sind. Zu den Quellen zählen u.a. die Isländersagas, insbesondere das Landnahmebuch und die Saga der Christianisierung (Kristni saga), sowie die Sturlungasaga und zahlreiche aus dem 14. Jahrhundert stammende offizielle Dokumente wie Verträge, Kirchenbücher und Standesregister. Wo die heute gebräuchlichen Ortsnamen sich von den älteren unterscheiden, sind die neuen in Klammern angegeben. Die früheren Ortsnamen sind grundsätzlich den ältesten Überlieferungen entnommen.

Es fehlen zwar zahlreiche Höfe und das Siedlungsgebiet erstreckte sich damals über einen größeren Raum, doch ist sicher, dass alle auf dieser Karte verzeichneten Höfe und Ortsnamen zu der Zeit jener kriegerischen Auseinandersetzungen, die nach dem mächtigen Familienclan der Sturlungar benannt ist, gut bekannt waren.

Willkommen auf den Fußspuren der Sturlungar!

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